Alles, was Sie wissen müssen

Reizdarm – Infos im Überblick

Hier haben wir alle wichtigen Informationen für Sie zusammengestellt, damit Sie bestens informiert sind. Werden Sie selber zum Experten und gestalten Sie Ihren Genesungsprozess mit diesem Wissen aktiv mit.

Aufklärung & Bewusstsein

Werden Sie zum Experten für Ihre Gesundheit

Unser Anliegen ist es, für mehr Aufklärung und Bewusstsein über das Reizdarmsyndrom zu sorgen. Und Sie als Betroffene oder Betroffener können dabei aktiv mithelfen.

Werden Sie zur Botschafterin oder zum Botschafter für das Reizdarmsyndrom und geben Sie Ihre Erfahrungen weiter, um anderen Betroffenen zu helfen. Zusammen können wir für ein besseres Verständnis und mehr Akzeptanz des Reizdarm-Syndroms in der Gesellschaft sorgen.

Person mit Reizdarm-Beschwerden – Bauchschmerzen und Unwohlsein

Beschwerdebild

Symptome im Überblick

Die Erfahrung zeigt: Beschwerden treten häufig kombiniert auf und reichen über den Darm hinaus. Deshalb erfassen wir im Reizdarmzentrum alle Symptome ganzheitlich – um Ihre Behandlung gezielt darauf abzustimmen.

Typische Beschwerden

  • Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe
  • Völlegefühl, Blähbauch, Blähungen
  • Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall
  • Harter, breiiger oder schleimiger Stuhl
  • Gefühl unvollständiger Entleerung
  • Übelkeit, Unwohlsein, Schwindel
  • Verstärkung der Beschwerden durch Stress
  • Häufig Besserung durch Wärme

Zusätzlich häufig

  • Geistige und körperliche Erschöpfung
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressive Verstimmungen

Einteilung nach Leitsymptom

Die 4 Typen des Reizdarms

Man unterscheidet vier Haupttypen des Reizdarmsyndroms, die sich in ihren Leitsymptomen unterscheiden. Doch jeder Fall ist individuell – die Einteilung erfolgt nach dem führenden Symptom.

Typ 1

RDS-M – Blähtyp (meteorismusdominiert)

Ständig aufgeblähter Bauch mit massiver Gasbildung, unabhängig von Ernährung oder Bewegung.

Typ 2

RDS-D – Durchfalltyp (diarrhöedominiert)

Häufiger, plötzlicher, oft wässriger Stuhlgang. Tritt vermehrt nach dem Essen oder in Stresssituationen auf.

Typ 3

RDS-O – Verstopfungstyp (obstipationsdominiert)

Reduzierte Stuhlfrequenz (1–3x/Woche), harter Stuhl, Entleerung oft unvollständig.

Typ 4

RDS-S – Schmerztyp

Anhaltende Bauchschmerzen, meist unabhängig vom Stuhlgang, oft in Schüben. Tritt auch bei Mischformen mit anderen Typen auf.

Darm-Hirn-Achse

Reizdarm betrifft mehr als nur den Darm

Der Darm kommuniziert mit dem Gehirn über Nervenbahnen und Botenstoffe. Eine Störung des Darms hat deshalb auch einen Einfluss auf das Gehirn – genauer auf die Neurotransmitter. Das sind Botenstoffe, die im Nervensystem Informationen von einer Zelle zur nächsten weiterleiten. Die bekanntesten sind Serotonin und Dopamin, die unser seelisch-emotionales Gleichgewicht bestimmen.

Eine gestörte Darmfunktion wirkt sich deshalb direkt auf das emotionale Gleichgewicht aus – nicht umgekehrt!

Sie als Betroffene oder Betroffener sind also nicht psychisch erkrankt, noch haben Sie eine psychosomatische Störung. Sie leiden unter einer komplexen Fehlsteuerung, die ihren Ausgang in der Funktionsstörung des Darms hat und das Gehirn in Mitleidenschaft zieht.

Typische neuro-psychische Folgen

  • Übelkeit & Schwindel
  • Reizbarkeit & Anspannung
  • Antriebslosigkeit & depressive Phasen

Darm und Immunsystem

Der Darm als Zentrale der Abwehr

In der Darmschleimhaut befinden sich die meisten Immunzellen des menschlichen Körpers. Nach aktuellem Stand über 50 % – neueste Forschungen sprechen mittlerweile von bis zu 80 %.

Ist die Darmschleimhaut gereizt oder durchlässig, begünstigt das:

  • Allergien & Unverträglichkeiten
  • Infektanfälligkeit
  • Chronische Entzündungen
  • Hautausschläge

Leaky Gut

Der durchlässige Darm

Der Leaky Gut ist gewissermassen die Maximalausprägung des Reizdarms. Dabei ist die Barrierefunktion der gereizten Darmschleimhaut schwer gestört. Nahrungsbestandteile, die normalerweise nicht die Schleimhaut passieren können, gelangen nun ungehindert zwischen den Zellen hindurch ins Gewebe und Blut. Das Immunsystem begegnet dieser Invasion mit der Bildung von Antikörpern (Abwehrstoffe des Immunsystems).

In diesem Stadium kann mit Labortests (Blutuntersuchung) die Antikörperbildung gemessen werden. Meist ergibt sich – zum Schrecken des Patienten – eine lange Liste von bis zu 50 Lebensmitteln oder mehr. Diese bedeutet nicht, dass Sie plötzlich gegen alles Mögliche allergisch geworden sind, sondern zeigt nur an, dass Ihr Darm durch die chronische Reizung durchlässig geworden ist.

Spezialisierte Behandlung

Erfahrung trifft moderne Forschung

Im Reizdarm-Zentrum Dipl. Arzt S. Pölz bieten wir spezialisierte, effektive Behandlungen an – basierend auf jahrelanger Erfahrung und modernster medizinischer Forschung.

Wir hören zu und helfen weiter

Verstehen Sie Ihren Reizdarm – und gehen Sie ihn ursachenorientiert an

Sie kennen jetzt die Zusammenhänge. Den nächsten Schritt gehen wir gemeinsam: In einer persönlichen Erstberatung erfassen wir Ihre Symptome ganzheitlich und stimmen die Behandlung gezielt auf Sie ab.