Diagnose & Hintergrund

Reizdarm – Diagnose und Hintergrund

Das Reizdarmsyndrom lässt sich nicht mit einem einzelnen Bild oder Laborwert nachweisen. Die Diagnose entsteht im Gespräch – aus Ihren individuellen Beschwerden, anerkannten klinischen Kriterien und dem sorgfältigen Ausschluss anderer Erkrankungen.

Der erste Schritt

Reizdarm-Symptome erkennen

Das Reizdarmsyndrom (RDS) zählt zu den häufigsten funktionellen Verdauungsstörungen. Es kann den Alltag stark einschränken – mit Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfen, Blähungen oder veränderten Stuhlgewohnheiten.

Da es bisher keine bildgebenden oder labortechnischen Verfahren zum direkten Nachweis gibt, erfolgt die Diagnose ausschliesslich über klinische Kriterien und den Ausschluss anderer Erkrankungen. Ein international anerkannter Standard sind dabei die sogenannten Rom-IV-Kriterien.

Reizdarm – Beschwerden im Bauchraum

Diagnosekriterien im Überblick

Woran sich ein Reizdarm festmachen lässt

Nach den Rom-IV-Kriterien gelten für die Diagnose des Reizdarmsyndroms im Wesentlichen die folgenden Anhaltspunkte.

Seit mindestens drei Monaten

Die Beschwerden bestehen über einen längeren Zeitraum von mindestens drei Monaten.

Mindestens einmal pro Woche

Die Symptome treten regelmässig auf – mindestens einmal wöchentlich.

Wiederkehrende Bauchschmerzen

Die Beschwerden gehen mit wiederkehrenden Bauchschmerzen einher, die mindestens zwei weitere Punkte erfüllen.

Die Bauchschmerzen erfüllen mindestens zwei dieser Punkte

  • Treten im Zusammenhang mit der Stuhlentleerung auf
  • Führen zu einer Veränderung der Stuhlfrequenz
  • Führen zu einer Veränderung der Stuhlkonsistenz

Unser Anspruch

Beschwerden ernst nehmen – auch vor Ablauf der drei Monate

In der praktischen Erfahrung zeigt sich, dass viele Patientinnen und Patienten bereits früher als nach drei Monaten mit anhaltenden Beschwerden Hilfe suchen. Diese Fälle nehmen wir im Reizdarmzentrum St. Peterzell sehr ernst – denn eine frühe Intervention kann die Leidenszeit verkürzen.

Individuell statt schematisch

Diagnose über das persönliche Gespräch

Weil sich der Reizdarm nicht im Labor sichtbar machen lässt, ist die sorgfältige Anamnese der Schlüssel. Wir hören zu, ordnen Ihre Beschwerden ein und grenzen andere Ursachen verlässlich ab.

1

Ausführliche Anamnese

Im Gespräch erfassen wir Art, Häufigkeit und Verlauf Ihrer Beschwerden sowie Auslöser im Alltag und in der Ernährung.

2

Ausschluss anderer Ursachen

Andere Erkrankungen werden gezielt abgegrenzt, damit die Diagnose Reizdarm auf einer sicheren Grundlage steht.

3

Einordnung Ihrer Beschwerden

Ihre individuellen Symptome werden anhand der anerkannten klinischen Kriterien eingeordnet – als Basis für das weitere Vorgehen.

Spezialisierte Betreuung

Erfahrung, die den Unterschied macht

Im Reizdarm-Zentrum von Dipl. Arzt S. Pölz bieten wir spezialisierte, effektive Behandlungen an – basierend auf jahrelanger Erfahrung und modernster medizinischer Forschung. Eine präzise Diagnose ist dabei der erste Schritt zu spürbarer Entlastung.

Wir hören zu und helfen weiter

Lassen Sie Ihre Beschwerden abklären

Vereinbaren Sie eine Erstberatung im Reizdarmzentrum St. Peterzell. Gemeinsam finden wir heraus, was hinter Ihren Beschwerden steckt – und wie wir Ihnen helfen können.